Hallo, Ich bin Aqua, zumindest glaube ich, dass das mein Name ist, nachdem Herrchen und Frauchen mir das immer und immer wieder versucht haben genau zu zeigen mit den Lippen und ganz nahe an mir sind und grosse Augen machen. Sowieso ist man ganz anders zu mir als zu meinen anderen Hundefreunden, immer muss ich hinschauen und dann wird mit den Händen gefuchtelt und der Mund ganz weit geöffnet, aber ich verstehe dann immer noch nichts....Ich glaube die machen das, weil bei mir drin alles ganz still ist. Ist denn bei den anderen nicht auch alles still? Und woher wissen die, dass bei mir alles ganz still ist?


Mein grosser brauner bester Freund zeigt mir auch immer ganz genau was er will und zieht die Lefzen ganz hoch, wenn ich weg gehen soll. Das habe ich verstanden, das ist recht lustig, er macht dadurch nämlich eine Grimasse. Das ist sowieso immer der Fall, wenn er einen Knauknochen hat! Ich habe auch verstanden, dass alles ihm gehört, aber das macht nichts, er lässt mich ja auch immer mitspielen und von seinem Essen futtern, ich bin nämlich ganz schön gefressig. Ich kuschle auch mit ihm und wenn ich Angst habe oder bestraft wurde dann suche ich Trost bei ihm, er lässt mich immer zu sich ins Körbchen. Vorher habe ich gedacht er heisst "Nein" oder "Pfui", aber ich weiss jetzt, dass er Laszlo heisst. Ein toller Freund ist er, wir spielen ganz doll miteinander und rennen um die Wette draussen über Stock und Stein, aber er ist immer schneller. Bin ich etwa kleiner wie er?? Was für ein Gedanke, das kann doch gar nicht sein! Er kommt mich auch abholen, wenn ich zu lange mit einem Loch beschäftigt bin und manchmal bestraft er mich auch, dann drückt er mich auf den Rücken, bis ich ruhig bin. Aber danach gibt es immer ein Bussi und die Welt ist wieder in Ordnung.

Aber mal von vorne, als ich geboren wurde, war ich nämlich woanders, bei meinem ersten Frauchen.



Ich habe 2 Brüder und habe meine Mama ganz fest lieb gehabt.


Und dann war noch der Luc da, der hat mich nicht immer so gern gehabt, ich war ja auch ganz schön frech.

Irgendwie habe ich immer länger geschlafen wie meine Geschwister und nie gleich gemerkt, wenn was los war, das ist ziemlich frustierend müsst ihr verstehen, als Hund, wenn man nicht gleich sofort bei allem dabei sein kann, vorallem wenn es ums essen geht! Ich habe versucht mir nichts anmerken zu lassen und möglichst immer gleich dabei zu sein, dazu musste ich natürlich alles und jeden genau beobachten, aber ich wollte doch nichts verpassen.



Es war aber schwierig für mich, dass alles so furchtbar still war und ich konnte manchmal mein Umfeld nicht so recht wahrnehmen und war in mir drin und das hat mich wütend gemacht, dann habe ich halt getobt und geschrien, sodass mich mein Frauchen hat beruhigen müssen. Sie war immer da für mich und hat mich in ihrem so gut nach ihr riechendem Pulli eingewickelt, durch die enge konnte ich mich gehen lassen und habe mich sicherer gefühlt und so konnte ich mich beruhigen und einschlafen. Das ist aber ganz schön oft passiert, mein armes Frauchen war wohl ganz schön auf Trab gehalten von mir, dafür habe ich sie aber auch ganz fest lieb.

Sie hat mir auch beigebracht mich hinzusetzen, wenn der Finger nach oben zeigt und michhinzulegen wenn die Hand nach unten zeigt, das macht auch Spass herauszufinden, was Frauchen von mir möchte, dann gefalle ich ihr und ich bekomme auch ein Leckerli! Viel gespielt und erkundet habe ich auch und das war doch toll mit meinen Brüdern zu kämpfen und spielen und zu kuscheln, natürlich nicht so toll wie mit Mama kuscheln....

Aber dann, nach und nach sind meine Brüder weggegangen und ich blieb zurück, wollte mich denn niemand mitnehmen? Das wäre nicht so schlimm gewesen, ich wäre gerne mit meinem Frauchen geblieben, obwohl den Luc, denn hätte ich noch erziehen müssen! Aber dann kam mein neues Frauchen, sie lachte immer und hat mich mit grossen Augen angeschaut und so viel Liebe strömte zu mir, ich glaubte, dass sie sich sicher gut um mich kümmern würde. Trotzdem habe ich ihr noch gezeigt was meine "fünf Minuten" sind, aber das hat sie ja gar nicht abgeschreckt. Frauchen hat ihr auch gleich erklärt, wie man mich beruhigen kann. Dann kam noch eine grosse überraschung, wir sind nämlich raus zum "Zeitung lesen und Mäuse jagen" gegangen, pipi kann man ja auch drin machen, als mein neues Frauchen doch tatsächlich einen Hundefreund dabei hatte. Ich habe zunächst nur Pfoten und lange Beine gesehen, aber dann kam der Kopf zu mir runter und ich habe gar keine Angst gehabt, er war ja ganz lieb zu mir.


Trotzdem war wohl ein bisschen Distanz angebracht, er soll ja nicht glauben, dass er mich schon im Sack hat und ausserdem war Mäuse jagen sowieso viel wichtiger, man konnte mich ja gar nicht davon abringen....

Meine beiden neuen Freunde sind aber wieder weggeangen, aber ganz bald wieder gekommen und diesesmal durfte ich auch mitgehen. Ich war in meiner Box mit meinen Spielsachen und Frauchens Pulli, würde sie mir fehlen? Und mama und Luc? Komme ich wieder? Die Fahrt war lange, aber ich habe geschlafen, ich mag das gerne, wenn was schaukelt. Als ich aufgewacht bin war ich in den Armen von meinem Herrchen, der ist riesen gross und hat ganz fest gelacht! Ich glaube der war glücklich mich zu sehen. Ich war ganz gespannt wo es jetzt hingehen würde! Da war ein Lift, das ist lustig, zum Glück war der grosse braune immer da, er war ganz ruhig, dann hatte ich auch keinen Grund mich aufzuregen, er muss es ja wissen. Dann ging die Türe auf zu meinem neuen zu Hause! Sooo viele Spielsachen und Liege- und Versteckmöglichkeiten und Wasser! Jaja, ich hatte Durst, habe aber sofort gefunden was ich brauchte. Der grosse braune brachte ein Spielzeug, um daran zu ziehen und wir haben gespielt bis ich müde war.



Mein neues Frauchchen und Herrchen wollten auch mit mir kuscheln, für mich war das noch Zwangskuscheln, aber es ist schön, wenn man geliebt wird und das spürt, das hat also nichts damit zu tun, dass ich nicht hören kann, was um mich herum geschieht. Ich habe auch alle Hundefreunde in der Nachbarschaft kennengelernt, gross und klein und wenn einer mir zu Nahe kam, war der grosse Braune gleich zur Stelle.



Das hat mich ganz selbstsicher gemacht und ich gehe auch ganz gelassen auf alle Hunde zu, es macht mir Spass zu spielen.

Was ich gar nicht gerne mag, ist wenn mein Laszlo mit einem anderen spielt, dann werde ich ganz wütend auf ihn und beisse und ziehe an ihm. Er ignoriert mich aber einfach. Er hat ja recht, da bin ich schon ein bisschen unmöglich, aber gehört halt zu mir!

Mein Leben macht mir Spass vom Moment wo ich die Augen öffne bis zum Abend, wo ich müde einschlafe neben Laszlo. Er mag gerne mein Bettchen, dass meiner Mama gehört hat und dann mache ich mich eben breit im grossen Bett



aber meistens schlafen wir zusammen im grossen und dann habe ich auch immer ein Pfötchen bei ihm drauf, damit ich merke, wenn was los ist.



Mann, steht der schnell auf, wenn es was zum Futtern gibt! Oder wenn am morgen die Türe aufgeht, dann dürfen wir nämlich zu Herrchen und Frauchen ins Bett zum kuscheln! Heute ist es kein Zwangskuscheln mehr, ich springe ins Bett und drücke mich ganz fest ans Frauchen, sie ist nämlich noch ein bisschen müde und schwach am Morgen, damit sie auch merkt, dass ich da bin und dann krault sie meine Ohren, das mag ich sehr gerne. Laszlo macht es sich derweil gemütlich unter der Decke und ich mache das jetzt auch,weil es schön warm ist und wie in einem Nest.



Dann habe ich gar keine Lust zum rausgehen, aber wenn wir dann draussen sind, habe ich viel Spass:Ich jage Mäuse, aber nicht mehr so viel und so lange wie früher, sonst muss Frauchen zu lange warten und Laszlo bestraft mich, weil ich nicht mitlaufe.



Wir flitzen über Baumstämme und Hänge hinunter und wieder hinauf und gehen fast jedesmal Baden, das macht so viel Spass! Sogar mit dem Velo sind wir unterwegs:



Damit Frauchen und Herrchen meine Aufmerksamkeit bekommen habe ich ein neues Halsband bekommen, das vibriert und dann weiss ich, dass ich ein Leckerchen bekomme, wenn ich zurück komme. Das Training hat drei Wochen gedauert, ich habe aber schon nach einer Woche verstanden um was es geht, aber beim Training gabs so viele Leckerchen:) Aber jetzt weiss ich immer, wann ich zurück kommen soll, das ist vorallem gut, wenn ich mit einem Loch beschäftigt bin und nicht sehe, dass Laszlo zurück rennt. Dann muss ich aber schnell kommen, sonst muss mich Laszlo holen!

Was ich überhaupt nicht mag an meinem Leben, ist wenn mein Frauchen und Herrchen an mir zupfen und ziehen, damit ich wieder hübsch aussehe! Wen interessiert das denn, ich wühle dann ja eh wieder im Dreck und bin schwarz von oben bis unten.

Ich bin sehr dankbar, dass sich mein erstes Frauchen so lieb um mich gekümmert hat und dass ich ein schönes zu Hause habe mit meinem besten Freund auf den ich mich verlassen kann! Ich freue mich auf all die kommenden Abenteuer!